4A Laboratory: Art Histories, Archaeologies, Anthropologies, Aesthetics.

Eine Kooperation des Kunsthistorischen Instituts in Florenz und der Stiftung Preußischer Kulturbesitz zusammen mit der Humboldt-Universität zu Berlin und dem Forum Transregionale Studien

4A Laboratory: Art Histories, Archaeologies, Anthropologies, Aesthetics ist ein Forschungs- und Fellowship-Programm, das als Kooperation des Kunsthistorischen Instituts in Florenz – Max-Planck-Institut und der Stiftung Preußischer Kulturbesitz mit ihren Museen und wissenschaftlichen Einrichtungen konzipiert ist. Weitere Partner sind die Humboldt-Universität zu Berlin und das Forum Transregionale Studien. Ziel ist es, einen experimentellen Dialograum zwischen – oft getrennt operierenden – Institutionen und Disziplinen zu schaffen. Insbesondere möchte das 4A_Lab einen neuen Dialog zwischen Kunstgeschichte, Archäologie, Anthropologie bzw. Ethnologie und Ästhetik bzw. Ästhetischen Praktiken (Art histories, Archaeologies, Anthropologies, Aesthetics = 4A) und benachbarten Disziplinen in Gang bringen. Schwerpunkte liegen hierbei auf Objekten, Praktiken, Ökologien und Narrationen (Objects, Practices, Ecologies, Narrations = OPEN). Dreh- und Angelpunkt von 4A_Lab ist ein Fellowship-Programm, das herausragende Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler aus Ländern in Afrika, Asien, den Amerikas, Australien und Europa nach Berlin bringt.

4A_Lab ist interinstitutionell, interdisziplinär und transregional ausgerichtet, es erforscht transkulturelle Dynamiken im Bereich ästhetischer Praktiken und materieller Kulturen, bzw. musealer und sozialer Praktiken und Repräsentationen. Es nimmt damit die jüngere Objektforschung auf und erprobt neue Verbindungen zwischen den Sozialwissenschaften und den Disziplinen der vier A. Dieser Dialog sieht zwar keine geographischen oder chronologischen Einschränkungen vor, soll aber mit Bezug auf Sammlungen und Objektkonstellationen der Einrichtungen der Stiftung Preußischer Kulturbesitz geführt werden. Dies geschieht in Zusammenarbeit mit Forscherinnen und Forschern an den Museen und Fachvertreterinnen und -vertretern der Humboldt-Universität zu Berlin sowie der internationalen Wissenschaftslandschaft. Die Strukturierung der Diskussion in der jährlich neukonstituierten Forschungsgruppe erfolgt über Schwerpunktthemen, die mit einem wissenschaftlichen Programm aus Seminaren, Tagungen und Workshops öffentlich präsentiert und diskutiert werden.

4A_Lab ist eine Fusion, Weiterentwicklung und Neuausrichtung der beiden Forschungs- und Fellowship-Programme Connecting Art Histories in the Museum (2009–2019) und Art Histories and Aesthetic Practices (2013–2019).

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Kooperationspartner

in Kooperation mit
sowie

Hannah Baader
Programmdirektorin
Telefon: +49 (0)30 266 422040
E-Mail: baader@khi.fi.it

Jule Ulbricht
Studentische Hilfskraft
E-Mail: jule.ulbricht@khi.fi.it 

Antje Paul
Programmkoordinatorin
Telefon: +49 (0)30 266 422042
E-Mail: antje.paul@khi.fi.it    

Celine Van de Velde
Studentische Hilfskraft
E-Mail: celine.vandevelde@khi.fi.it 

Sevda Onur
Assistentin
Telefon: +49 (0)30 266 422043
E-Mail: sevda.onur@khi.fi.it

4A Laboratory: Art Histories, Archaeologies, Anthropologies, Aesthetics

4A Laboratory: Art Histories, Archaeologies, Anthropologies, Aesthetics ist ein Forschungs- und Fellowship Programm, das als Kooperation des Kunsthistorischen Instituts in Florenz als Forschungsinstitut der Max-Planck-Gesellschaft und der Stiftung Preußischer Kulturbesitz mit ihren Museen und wiss. Einrichtungen konzipiert ist. Weitere Partner sind die Humboldt Universität zu Berlin und das Forum Transregionale Studien. Ziel ist es, einen experimentellen Dialograum zwischen – oft getrennt operierenden – Institutionen und Disziplinen zu schaffen. Insbesondere möchte das 4A_Lab einen neuen Dialog zwischen Kunstgeschichte, Archäologie, Ethnologie und Ästhetik (Art Histories, Archeologies, Anthropologies, Aesthetics = 4A) und anderen Disziplinen in Gang bringen mit Blick auf Objekte, Praktiken, Ökologien und Narrationen (objects, practices, ecologies, narrations = open). Dreh- und Angelpunkt von 4A_Lab ist ein Fellowship Programm, das herausragende Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler für einen Zeitraum von jeweils 9 Monaten bis max. 2 Jahren nach Berlin und Deutschland bringt.

Das Projekt ist interinstitutionell, interdisziplinär und transregional ausgerichtet, es erforscht transkulturelle Dynamiken im Bereich ästhetischer Praktiken und materieller Kulturen, bzw. musealer und sozialer Praktiken und Repräsentationen. Es nimmt damit die jüngere Objektforschung auf und erprobt neue Verbindungen zwischen den Sozialwissenschaften, der Ästhetik und den genannten Disziplinen von Kunstgeschichte, Archäologie und Anthropologie / Ethnologie. Dieser Dialog sieht zwar keine geographischen oder chronologischen Einschränkungen vor, wird aber mit Bezug auf Sammlungen und Objektkonstellationen der Einrichtungen der Stiftung Preußischer Kulturbesitz geführt werden. Dies geschieht in Zusammenarbeit mit Forscherinnen und Forschern an den Museen und Fachvertreterinnen und Fachvertreter der Humboldt-Universität zu Berlin sowie weiterer wissenschaftlicher Einrichtungen. Die Strukturierung der Diskussion in der jährlich neukonstituierten Forschungsgruppe erfolgt über Schwerpunkthemen, die mit einem wissenschaftlichen Programm aus Tagungen, Workshops und Seminaren öffentlich präsentiert und diskutiert werden.

4A_Lab reagiert auf die gesellschaftlichen Herausforderungen, vor denen die Institution "Museum" steht, indem es dieses als einen dynamischen, stets neu zu konzipierenden gesellschaftlichen Raum für Wissensproduktion und ästhetische Praktiken versteht. Dieser Raum ist transgenerational neu zu bestimmen, es braucht dazu auch in der Forschung neue Sprachen und Formen der Vermittlung und der Kommunikation mit multiple publics und den verschiedenen wissenschaftlichen communities. Zugleich geht es um eine transversale Vernetzung und Öffnung der Fachsprachen und einen globalen sowie transregionalen Dialog um Begriffe von und Umgang mit Objekten, Artefakten, Kunst und materiellen Kulturen.

4A_Lab nimmt aktiv teil an den transdisziplinären Debatten zu einem neuen Verständnis von Provenienz und der post-postkolonialen Verantwortung der Museen und Sammlungen. Es fragt nach historischen Itineraren, komplexen Objekt-Topographien und Biographien von Objekten in transregionaler Perspektive. Im Fokus des Forschungsprogramms steht dabei weniger das Einzelobjekt "im Kontext" als sich historisch konstituierende und wandelnde Konstellationen (environments) von Objekten in einer Spannung von Stabilität und Mobilität, in ihrem sozialen, religiösen, politischen oder ästhetischen Feld.
Dazu gehören wiederum die "Publiken" und Akteure. Das Museum selbst etabliert sich neu in Zwischenformen von permanentem Display und Ausstellung, Verwahrung in Depots und Archiven und temporärer Exposition, Konstellationen von Museumsarchitektur, -design, Exponaten, Besucherinnen und Besucher in ihren Befindlichkeiten bzw. unterschiedlichen Backgrounds sowie schließlich digitalen Umgebungen.

Diese Aspekte lassen sich mit einem ökologischen Ansatz gut untersuchen, deshalb soll das Programm an diesem Punkt ansetzen. Klassische Dichotomien und Klassifikationen, welche der Domestizierung von Objekten z.B. in europäischen Kulturen und Sprachen dienten, sind in den letzten Jahrzehnten einer kritischen Revision unterzogen worden. Unterscheidungen wie Natur / Kultur oder Kunst / Kunsthandwerk oder materielle Kultur, welche die großen musealen Ordnungen bestimmt haben oder durch diese mitgetragen wurden, sind allenfalls noch Rahmen für Narrative, welche erstere kritisch exponieren, wenn nicht aufheben. 4A_Lab stellt die Frage nach neuen, offenen Ordnungen unter diesen Prämissen, im Zusammenhang der Eröffnung des Humboldtforums wird dies zum zentralen Diskussionsfeld. 4A_Lab lädt exzellente, internationale Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler ein, dieses mitzugestalten und als Gruppe einen interkulturellen Dialog über die Disziplinen hinweg zu führen.

4A_Lab geht über ein museologisches Forschungsprogramm im engeren Sinn hinaus. 4A_Lab versteht sich als experimenteller Dialograum zwischen den genannten vier Disziplinen, der sich im Austausch unterschiedlicher Institutionen realisieren lässt, zwischen den Forschungseinrichtungen der Museen, Forschungsinstitute sowie universitärer Forschung und Lehre. Das Programm möchte die Fachvertreterinnen und Fachvertreter der 4A und anderer Disziplinen für diesen Dialog gewinnen und die Fellows mit der Hochschule in engen Kontakt bringen. Dabei sollen neue, kreative Formen der Kooperation entstehen.

4A_Lab ist eine Fusion, Weiterentwicklung und Neuausrichtung der beiden Fellowship- und Forschungsprogramme Connecting Art Histories in the Museum: Africa, Asia, the Mediterranean and Europe (2009–2019) und Art Histories and Aesthetic Practices (2013–2019) und basiert damit auf den Erfahrungen, die in der Zusammenarbeit mit den Staatlichen Museen zu Berlin, dem Forum Transregionale Studien und seinen Partnern sowie zahlreichen Forschungsinstitutionen in Deutschland wie international gewonnen wurden.

Plants I (Academic Year 2019/20)

In recent years, human understanding of the biology of plants has significantly changed. Neurobiologists have described vegetal life in new ways to a wider public, stressing the fact that plants not only have a sensorial apparatus, sex, but that they are also mobile – even though their motion is mostly slow – and even react to music. Plants, it would seem, have agency and they are endowed with forms of collective intelligence, a faculty that is located in plant networks, roots and ramifications. Plants, their ecology and the human interactions with plants therefore should be studied in new light, in a planetary perspective, from the beginnings of human history, as part of the Anthropocene. This includes research on the manifold aesthetic and artistic practices related to or based on plants.

While plants are important factors in human history, humans are leaving their imprint on the history and ecology of plants. The absence, presence and temporalities of vegetal life have always had an impact on settlements as well as urbanization processes. Moreover, plants are dominant elements in the human transformation of landscapes and environments. They are central for the history of colonialism, especially in the form of plantations. They are also protagonists in the making of – real and imagined – gardens across cultures. Plants interact with the human body and its sensorial, perceptive and biochemical apparatus, be it by means of drugs or via food and air. Flowers and fruit are significant elements or even agents in a history of smell and perfume. Plants are not only indispensable for the future of nutrition, they also come with a long past of cultivation processes that includes bioengineering.

For all of these reasons, plants and plant life have been a constant field of investigation and knowledge production, be it by practitioners such as farmers, or by scholars and amateurs. The understanding of plants can be gendered or socially and culturally distinctive, with specific knowledge systems relating to certain plant environments. They come together with classification systems, taxonomies, forms of collecting and display, as in the case of botanical gardens. Not only knowledge, but also aesthetic categories have been (and will continue to be) an eminent factor in the processes of the perception, description, cultivation and appreciation of plants. Artistic production and aesthetic practices based on or relating to plants are thus fields that deserve further exploration across time and space, be they historically driven by religious approaches, political interests, romanticizing views, modernist thought or eco-activism.

Artworks can rely on plants via materials like wood, pigments or dyes, textiles and canvases. Plants are protagonists in herbaria, drawings or photographs or in still life painting. They appear on tiles and pots or in architecture and all kinds of decoration. In fact, plant life or plant morphology forms the basis of the theory and the practices of ornament (or ornamentation), and might be discussed also in terms of a theory of beauty. Seeds, germination, growth are only some of the concepts or metaphors induced by plant life. Moreover, plants serve as protagonists in literature, in poetry and music as well as in religious contexts across cultures and geographies, as part of rituals or of religious veneration (bamboo, lotus, maize, pomegranate, yam, vines or sacred trees). These cultural practices can be part of larger social, political and economic developments or constellations. In fact, plants and crops are major components in economies and thus are often at the center of social tensions or transregional conflicts.

The program welcomes projects from a wide range of topics relating to plants that place emphasis on aesthetic processes, history of thought, and material culture, from the 4A disciplines but also from philosophical or literary studies, in a transregional perspective.

Beirat

Prof. Dr. Dr. h.c. Thomas W. Gaehtgens (Vorsitz)
Director Emeritus Getty Research Institute, Los Angeles

Prof. Dr. Ruth Bielfeldt
Ludwig-Maximilians-Universität, München

Prof. Dr. Birgit Meyer
Universität Utrecht

Prof. Dr. Avinoam Shalem
Columbia Universität, New York
Ludwig-Maximilians-Universität, München

Prof. Dr. Kavita Singh
Jawaharlal Nehru Universität,
New Delhi

Kuratorium

Prof. Dr. Dr. h.c. Thomas W. Gaehtgens
Director Emeritus Getty Research Institute, Los Angeles

Prof. Dr. Dr. h.c. Hermann Parzinger
Präsident Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Berlin

Prof. Dr. Gerhard Wolf
Kunsthistorisches Institut in Florenz –
Max-Planck-Institut

4A_Lab

Villa Parey
Sigismundstraße 4
10785 Berlin

Postadresse:
Stiftung Preußischer Kulturbesitz
4A_Lab
Stauffenbergstraße 41
10785 Berlin

Telefon: +49 (0)30 266 422042
E-Mail: 4a_lab@khi.fi.it 

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