Stephanie Hanke: Uccellacci e uccellini: Genueser Volieren des 16. und 17. Jahrhunderts

Wissenschaftliches Kolloquium / Colloquio scientifico

Im Verlauf des Cinquecento entwickelte sich die Hafenstadt Genua zu einem zentralen Handelsumschlagplatz exotischer Naturalien, die als Bestandteile von Wunderkammern eine reiche Nachfrage fanden. Neben Korallen, Walfischknochen oder Straußeneiern gelangten auch exotische Vogelarten aus der Neuen Welt oder aus Afrika über Genua nach Europa, die - als lebendige Schaustücke in Volieren exponiert - den Reichtum sowie die Beziehungen ihrer Eigentümer in ferne Länder zur Anschauung brachten. In Genua selbst lassen sich in zahlreichen Villen des 16. und 17. Jahrhunderts aufwendige und außergewöhnliche Volierenbauten nachweisen. Zugleich fanden exotische Vögel Eingang in die malerischen Palastausstattungen sowie in die lokale Porträtmalerei. Der Vortrag will die geistes- und sozialgeschichtlichen Hintergründe und Ausprägungen dieser Sammelleidenschaft beleuchten, in der sich über 'diletto' und 'magnificenza' hinaus das wachsende Interesse an der enzyklopädischen Erfassung der Natur und damit der Aneignung von Welt widerspiegelt. Das für die Anlagen von Volieren charakteristische Zusammenspiel von Antikenrezeption, Naturkunde und Exotik ließ sie zu einer besonders beliebten und oft auch spielerisch konnotierten 'stravaganza' innerhalb der Luxuskultur der Genueser Adelsgesellschaft werden.

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