Podiumsdiskussion

Zeitschrift für Ideengeschichte.
A Journal

Roundtable in zwei Teilen mit Stephan Schlak (Geschäftsführender Redakteur, Zeitschrift für Ideengeschichte), Daniel Schönpflug (Redakteur „Konzept und Kritik“) und Barbara Stollberg-Rilinger (Rektorin, Wissenschaftskolleg zu Berlin) sowie von Seiten des Kunsthistorischen Institut in Florenz Hannah Baader, Davide Ferri, Hana Gründler und Gerhard Wolf

Die Zeitschrift für Ideengeschichte fragt nach der veränderlichen Natur von Ideen, seien sie philosophischer, religiöser, politischer oder literarischer Art. Herausragende Fachleute aus allen Geisteswissenschaften gehen in Originalbeiträgen der Entstehung, den zahlreichen Metamorphosen, aber auch dem Altern von Ideen nach. Dabei erweist sich manch scheinbar neue Idee als alter Hut. Und umgekehrt gilt es, in Vergessenheit geratene Ideen neu zu entdecken. Die Zeitschrift wendet sich an die gebildete Öffentlichkeit. Darüber hinaus strebt sie als Forum der Forschung und Reflexion eine fachübergreifende Kommunikation zwischen allen historisch denkenden und argumentierenden Geisteswissenschaften an. Mögen die Quellen der Zeitschrift im Archiv liegen, so ist ihr intellektueller Zielpunkt die Gegenwart. Sie beschreitet Wege der Überlieferung, um in der Jetztzeit anzukommen; sie stellt Fragen an das Archiv, die uns als Zeitgenossen des 21. Jahrhunderts beschäftigen.

Das aktuelle Heft der Zeitschrift für Ideengeschichte (XVI/2, Sommer 2022) hat den „ligurischen Komplex“ als Thema. Ihn hat Gottfried Benn (1886-1956) am Schreibtisch herbeiphantasiert – ohne je einen Fuß auf den Landstrich gesetzt zu haben. Für die Herausgeber:innen des Heftes dagegen bedeutet der „Komplex“ ganz real – Infrastruktur, Geopolitik, soziale Räume, Ökologie, Sprache und Bilder in den Blick zu nehmen, sich dem Katastrophischen dieser Geschichte zu stellen, der „komplizierten Schönheit“ Raum zu geben, die Italo Calvino oder Eugenio Montale literarisch erschlossen oder Fabrizio de André in genuesischem Dialekt besungen haben. Ein solcher „Komplex“ umfasst das Fotografieren, Malen oder Dichten, das Bauen und Gärtnern, das Wahrnehmen und Gestalten von Landschaft: Ligurien, ein fragiles politisches Gebilde und ein Passagenraum über Jahrhunderte, mit der Steilküste der Riviera di Levante und der ‚lieblicheren‘ Riviera di Ponente, sichelförmig um den Golf von Genua gelagert mit einem schwer zugänglichen Hinterland von Bergen du schmalen Tälern. Ligurien und Riviera konstituieren – in einem unablässigen „Flicken“, zwischen Vertikalität und Horizontalem – eigene Ästhetiken und Praktiken zwischen Land und Meer, die sich zu Phantasieräumen öffnen oder verdichten können.

Der Roundtable stellt im ersten Teil die Zeitschrift für Ideengeschichte vor, seit 2019 mit herausgegeben vom Kunsthistorischen Institut in Florenz. Der zweite Teil präsentiert ihr aktuelles Heft (Der ligurische Komplex, hrsg. von Hannah Baader und Gerhard Wolf, Sommer 2022).

Hinweis

Diese Veranstaltung wird durch Fotografien und/oder Videoaufnahmen dokumentiert. Falls es nicht Ihre Zustimmung findet, dass das Kunsthistorische Institut in Florenz Aufnahmen, auf denen Sie erkennbar abgebildet sein könnten, für die Veranstaltungsdokumentation und Öffentlichkeitsarbeit (z.B. Social Media) verwendet, bitten wir um eine entsprechende Rückmeldung.

12. Mai 2022, 17:00 Uhr

This event will take place in a hybrid format.

Venue
Palazzo Grifoni Budini Gattai
Via dei Servi 51
50122 Firenze, Italia

If you wish to attend in person (limited spaces), please contact KHI-Presse@khi.fi.it

To participate online please register in advance via Zoom:
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