Wechselblicke

Zwischen China und Europa 1669–1907

hrsg. von Matthias Weiß, Eva-Maria Troelenberg und Joachim Brand

China und Europa verbindet eine lange Tradition des wechselseitigen Kulturaustauschs. Besonders intensiv war dieser Austausch während der Qing-Dynastie (1644–1911), die als eine der kulturellen und politischen Hochphasen der chinesischen Geschichte gilt. Erlesene Geschenke wurden ausgetauscht. Europäische Gesandtschaften versuchten, offizielle Handelsbeziehungen mit China aufzubauen. Doch vergeblich – von einem Handelshafen in Kanton (Guangzhou) abgesehen, verweigerte das chinesische Kaiserreich die Öffnung, obwohl es sich durchaus an europäischem Wissen, an Kunst und Kultur interessiert zeigte.

Den Facettenreichtum dieser gegenseitigen Faszination veranschaulicht der Katalog anhand von Objekten aus dem Zeitraum von 1669 bis 1907. Viele der knapp hundert Exponate können der "Chinoiserie" oder der sogenannten "Europerie" zugeordnet werden, weil sie Aufschlüsse über ein frühneuzeitliches Chinabild in Europa liefern und ebenso das damals in China herrschende Europabild nachzeichnen.

Die Wechselseitigkeit – und auch die Wechselhaftigkeit – des kulturellen Austauschs zwischen China und Europa ist bisher kaum beachtet worden. Auf beeindruckende Weise bezeugen die hier vorgestellten Objekte das langlebige und gegenseitige Interesse an der jeweils anderen Kultur. Darüber hinaus wird nachvollziehbar, wie sich das Verständnis Europas von China, aber auch das Verständnis Chinas von Europa im Laufe von zweihundertfünfzig Jahren änderte.

Michael Imhof Verlag, Petersberg 2017

352 Seiten, 164 Farb- und 18 s/w-Abbildungen
ISBN 978-3-7319-0573-8

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