Giorgio Vasari: Das Leben des Perugino und des Pinturicchio

hrsg. von Alessandro Nova zusammen mit Matteo Burioni, Katja Burzer, Sabine Feser und Hana Gründler
bearb. von Rudolf Hiller von Gaertringen
neu ins Deutsche übersetzt von Victoria Lorini

Zwei Meister aus Umbrien, die der Florentiner Lokalpatriot Vasari nicht so recht würdigen will. Aber ihre Bilder sind berühmt - und Vasaris Kritik ist sehr beredt.

Der Maler Pietro Perugino wird von Vasari schon wegen seiner Herkunft aus dem vermeintlich provinziellen Umbrien – der Peripherie im Vergleich zum Kunstzentrum Florenz – eher kritisch betrachtet. Er habe einmal erfundene Figuren immer wieder verwendet, wirft Vasari ihm vor. Dabei war Perugino einer der erfolgreichsten und meistbeschäftigten Künstler seiner Generation, rastlos tätig in Perugia, Florenz, Siena, Neapel, Bologna und Rom. Peruginos Werkstattbetrieb sieht Vasari abfällig in der Handwerkstradition verankert, doch leugnet er nicht, dass ein so großer Künstler wie Raffael daraus hervorgegangen ist.

Auch Pinturicchio gelingt es Vasari zufolge nicht, sich mit seiner Kunst aus der umbrischen Provinz zu lösen. Dass Pinturicchio ebenso wie Perugino bedeutende Aufträge am päpstlichen Hof in Rom ausführte, beachtet Vasari nur am Rande, wohl um die Kunst der römischen Hochrenaissance ganz den aus Florenz stammenden Künstlern zuschreiben zu können. Auch in diesem Band werden die Erkenntnisse, Urteile und Geschichten Vasaris mit dem heutigen Forschungsstand konfrontiert und die – gerade in jüngster Zeit restaurierten – Bilder in überwiegend farbigen Reproduktionen vorgestellt.

Edition Giorgio Vasari

Verlag Klaus Wagenbach, Berlin 2011
192 Seiten. Broschiert
ISBN 978-3-8031-5051-6

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