Workshop

Guido Reni in mostra

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Saalaufnahme der Ausstellung Guido Reni a Roma. Il Sacro e la Natura an der Galleria Borghese, Rom. Bild: Alberto Novelli ©Galleria Borghese

Internationale Ausstellungen und deren kuratorische Narrative haben bei der Wiederentdeckung des Bologneser Malers Guido Reni (1575–1642) im vergangenen Jahrhundert eine zentrale Rolle gespielt. Hierzu gehörten die wegweisende Retrospektive in Bologna im Jahr 1954, die Wiener Ausstellungen zu Renis Zeichnungen (1981) und Reproduktionsgraphik (1988), die Wanderausstellung der Jahre 1988/89, die in Bologna, Los Angeles, Frankfurt am Main und Fort Worth zu sehen war, sowie mehrere Ausstellungen kleineren Formats in Rom (2002), Genua (2007) und Florenz (2008). Zugleich haben Kunsthistoriker Renis Kunst unter diversen Gesichtspunkten analysiert und unser Wissen über Umfang und Ökonomie seiner Werkstattführung, über die politischen, poetischen und rhetorischen Aspekte seiner Gemälde sowie über die sich darin niederschlagenden sozialen, religiösen, klassen- und geschlechterbezogenen Fragen erweitert. Andere Studien haben zudem die Pluralität seines Publikums im Kirchenstaat und im weiteren Europa sowie Nuancen seiner zeitgenössischen Rezeption herausgearbeitet.

Dieses Jahr wagen es zwei weitere Ausstellungen, die Welt und die Kunst des Bologneser Meisters dem modernen Publikum näherzubringen: Guido Reni a Roma. Il Sacro e la Natura an der Galleria Borghese und Guido Reni. „Der Göttliche“ am Städel Museum, der 2023 eine Ausstellung im Prado folgen wird. Im Gespräch mit den Kuratoren der Ausstellungen in Rom und Frankfurt, Francesca Cappelletti und Bastian Eclercy, deren Beiträge von Lorenzo Pericolo ergänzt und kommentiert werden, geht dieser Workshop der Frage nach, wie kuratorische Regie einem zeitgenössischen Publikum die Auseinandersetzung mit Renis Kunst erleichtern kann. Welche Aspekte standen im Zentrum der beiden Ausstellungsprojekte? Vor welchen Herausforderungen stehen Kuratoren, die das Werk Renis heute vermitteln möchten, und wie begegnen sie diesen Schwierigkeiten?

 

Vortragende

Francesca Cappelletti ist Direktorin der Galleria Borghese in Rom und Professorin für frühneuzeitliche Kunstgeschichte an der Universität zu Ferrara. Sie ist Kuratorin der laufenden Ausstellung Guido Reni a Roma. Il Sacro e la Natura an der Galleria Borghese, die noch bis zum 22. Mai 2022 zu sehen ist.

Bastian Eclercy ist Leiter der Abteilung für italienische, französische und spanische Malerei vor 1800 am Städel Museum in Frankfurt am Main und Kurator der Ausstellung Guido Reni. „Der Göttliche“ am selben Haus, die in Zusammenarbeit mit dem Museo Nacional del Prado in Madrid organisiert und vom 23. November 2022 bis 5. März 2023 zu sehen sein wird.

 

Respondent

Lorenzo Pericolo ist Professor und Leiter des Department for the History of Art an der Universität Warwick. Zusammen mit Elizabeth Cropper ist er Mitherausgeber der kritischen Edition und englischen Übersetzung von Carlo Cesare Malvasias Felsina pittrice (1678) sowie der Autor der kürzlich erschienenen Bände zur Biographie Guido Renis (2019).

 

 

 

Hinweis

Diese Veranstaltung wird durch Fotografien und/oder Videoaufnahmen dokumentiert. Falls es nicht Ihre Zustimmung findet, dass das Kunsthistorische Institut in Florenz Aufnahmen, auf denen Sie erkennbar abgebildet sein könnten, für die Veranstaltungsdokumentation und Öffentlichkeitsarbeit (z.B. Social Media) verwendet, bitten wir um eine entsprechende Rückmeldung.

17. Mai 2022, 14:30 Uhr

Palazzo Grifoni Budini Gattai
Via dei Servi 51
50122 Firenze, Italia

Die Veranstaltung findet vor Ort sowie online statt. Arbeitssprachen sind Italienisch und Englisch. Um vor Ort teilzunehmen zu können, wenden Sie sich bitte per E-Mail an: sekr­­_nova@khi.fi.it. Um eine Zoom-Link zu erhalten, registrieren Sie sich bitte unter:  

https://zoom.us/meeting/register/tJcpdeGqqzkjE9w0HPTLGRZe6x3GTLwqBgBU

 

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