Abendvortrag

Matthias Weiß: Inszenierte als Re-Inszenierte Fotografie

organisiert von der Photothek und der Max-Planck-Forschergruppe "Objects in the Contact Zone – The Cross-Cultural Lives of Things"

Seit den ersten Erfolgen beim Experimentieren mit lichtempfindlichen Bildträgern waren Inszenierung und Fotografie unauflöslich miteinander verbunden, spielten im theoretischen Diskurs um das Fotografische jedoch kaum eine Rolle. In den Fokus geriet beider Verhältnis erst in den siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts, um neue Formen der Kunstfotografie von dokumentarischen Ansätzen abzugrenzen. Ausgehend von einer Neudefinition dessen, was seither unter dem Begriff "inszenierte Fotografie" verstanden wurde, veranschaulicht der Vortrag anhand einer Reihe von Fallbeispielen, dass Fotografie nicht nur notwendig eine inszenierte, sondern immer schon eine re-inszenierte ist.

   

Matthias Weiß studierte Architektur in München sowie Kunstgeschichte und Theaterwissenschaft in Berlin. 2004 Promotion an der Freien Universität Berlin. 2005–2014 wissenschaftlicher Mitarbeiter im SFB 447 – Kulturen des Performativen, einem von der Fritz Thyssen Stiftung geförderten Forschungsprojekt zum Joseph Beuys Medien-Archiv im Hamburger Bahnhof – Staatliche Museen zu Berlin und im SFB 626 – Ästhetische Erfahrung im Zeichen der Entgrenzung der Künste an der Freien Universität Berlin. 2015 Habilitation an der Freien Universität Berlin. Derzeit Vertretung von Prof. Dr. Geimer am Kunsthistorischen Institut der Freien Universität Berlin (50%) und Bearbeitung eines Projekts in der Max-Planck-Forschergruppe Objects in the Contact Zone. The Cross-Cultural Lives of Things am Kunsthistorischen Institut in Florenz – Max-Planck-Institut. Zum Thema des Vortrags erschienen unter anderem: Was ist 'inszenierte Fotografie'? Eine Begriffsbestimmung, in: Lars Blunck (Hg.): Die fotografische Wirklichkeit. Inszenierung – Fiktion – Narration, Bielefeld 2010, S. 37–52. Re-Inszenierte Fotografie, München 2011 (hg. mit Klaus Krüger und Leena Crasemann).

Ausführlichere Informationen finden sich unter http://www.geschkult.fu-berlin.de/e/khi/mitarbeiter-gaeste/professoren/weiss/

Hinweis

Diese Veranstaltung wird durch Fotografien und/oder Videoaufnahmen dokumentiert. Falls es nicht Ihre Zustimmung findet, dass das Kunsthistorische Institut in Florenz Aufnahmen, auf denen Sie erkennbar abgebildet sein könnten, für die Veranstaltungsdokumentation und Öffentlichkeitsarbeit (z.B. Social Media) verwendet, bitten wir um eine entsprechende Rückmeldung.

02. November 2015, 18:00 Uhr

Kunsthistorisches Institut in Florenz
Max-Planck-Institut

Palazzo Grifoni Budini Gattai
Via dei Servi 51
50122 Firenze

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