Online-Ausstellung

Hilde Lotz-Bauer in Florenz

Eine Online-Ausstellung der Photothek des Kunsthistorischen Instituts in Florenz - Max-Planck-Institut

Das Interesse für die Fotografie als bevorzugtes Medium der Kunstgeschichte hat sich bereits in wissenschaftsgeschichtlichen Studien unseres Fachs erwiesen. Der Mythos der Neutralität der Dokumentarfotografie ist dabei seit längerem entzaubert: Die Reproduktion der Kunstwerke konnte und kann sich einer sich ständig weiterentwickelnden Technik wie auch verfeinerter Ausdrucksmittel bedienen, hinter denen sich der Zeitgeist wie auch die Persönlichkeit des Fotografen verbergen. In diesem Sinne ist Hilde Lotz-Bauer (1907-1999) eine exemplarische Gestalt, die in ihrem Werk die Sichtweisen der Kunsthistorikerin und der professionellen Fotografin vereint. Die Fotografien, die sie zwischen 1939 und 1943 in Florenz angefertigt hatte, sind durch Ankäufe und Schenkungen in den 70er und 80er Jahren in den Besitz der Photothek des Kunsthistorischen Instituts in Florenz gekommen und werden von Tamara Hufschmidt im Rahmen eines größeren Projekts wissenschaftlich bearbeitet. Die ca. 750 Aufnahmen sind in der Digitalen Photothek im Internet konsultierbar. Die für die Online-Ausstellung getroffene Auswahl wird bereichert durch eine kleine Anzahl an Fotografien, die Lotz-Bauer in Rom gemacht hatte und die dem Archiv Franz Schlechters (Heidelberg) entstammen, an den unser Dank geht. Mit einer Initiative wie dieser beabsichtigt die Photothek vertiefende Untersuchungen zu ihrem fotografischen Bestand einzuleiten, der dank der reichen Geschichte des Instituts über die Funktion der Dokumentation von Kunstwerken und Architektur hinaus einen historischen Wert besitzt. Zudem ist die Ausstellung natürlich eine Hommage an eine außergewöhnliche Fotografin anlässlich ihres 100. Geburtstages.

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