Martin Gaier: Askese vs. 'Aventure'. Florenz als 'Seelenheimat' deutscher Kunstforschung

Abendvortrag im Rahmen des Studienkurses "Gegenbild - Abbild - Lichtbild. Florenz und die Toskana im Otto- und Novecento"

Im Vortrag wird der im 19. Jahrhundert eminenten Präferenz der deutschsprachigen Kunstgeschichtsschreibung für Florenz und die Toskana nachgespürt. Ein Blick auf das Florenzbild von Jacob Burckhardt bis Georg Simmel wird die Bedeutung des Vergleichs mit der Republik Venedig für die Herausbildung entscheidender Paradigmata aufzeigen. Im zweiten Teil werden diese Paradigmata mit einem Blick auf die Institutionsgeschichte in den Zusammenhang der Gründungsjahre des Florentiner Kunsthistorischen Instituts gestellt. Abschliessend soll in einem dritten Teil die Frage gestellt werden, inwiefern die Suche nach einer 'Seelenheimat' von Sehnsüchten, Idealvorstellungen und Bedürfnissen der eigenen Zeit getrieben war - was also die 'deutsche Seele' des 19. Jahrhunderts in der Florentiner Renaissance suchte und was sie fand.

PD Dr. Martin Gaier

Studium der Kunstgeschichte, Klassischen Archäologie und Musikwissenschaft in Tübingen, Rom und Berlin. 1999 Promotion mit einer Studie über die Denkmalpolitik der Republik Venedig. Von 1999 bis 2003 Forschungsstipendien in Berlin und Florenz, danach wissenschaftlicher Assistent im Bereich Frühe Neuzeit am Kunsthistorischen Seminar der Universität Basel. Dort 2010 Habilitation mit einer Arbeit über Heinrich Ludwig und die 'ästhetischen Ketzer'. Kulturpolitik, Kulturkritik, Kunstanschauung nach 1871. 2011 Vertretungsprofessur am Kunsthistorischen Seminar der Uni Basel. 2012 Bewilligung eines Heisenberg-Stipendiums der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Zahlreiche Publikationen zur Kunst- und Architekturgeschichte Venedigs in der Frühen Neuzeit. Letzte Buchveröffentlichungen (Hg. mit Lena Bader und Falk Wolf): Vergleichendes Sehen, München 2010; (Hg. mit Jeanette Kohl und Alberto Saviello): Similitudo - Konzepte der Ähnlichkeit in Mittelalter und Früher Neuzeit, München 2012.

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