Forschungsgruppe

Dr. Carolin Behrmann
Carolin Behrmann
Leiterin der Minerva-Forschungsgruppe
Telefon: +39 055 24911-68
Fax: +39 055 24911-55
Links: Opac
Felix Jäger, M.A.
Felix Jäger
Doktorand
Telefon: +39 055 24911-19
Fax: +39 055 24911-55

Veranstaltungen

Picture Collections as Food for Thought. Materialisms, Realisms, Art (1900–1960)
Bildersammlungen als Denkmaterial. Materialismen, Realismen, Kunst (1900-1960)
Workshop
Firenze, 7.-8.12.2016

On the Aesthetics of Resistance
Zur Ästhetik des Widerstands

International Workshop
Firenze, 11.-12.12.2015

An/Iconism. Iconography, Style and the Aesthetics of Law
An/Ikonizität. Ikonography, Stil und die Ästhetik des Rechts

Workshop mit Matthias Bruhn
Firenze, 21.07.2015

Valérie Hayaert:
Allégories et Emblèmes de Justice

Lecture & Workshop
Paris, 21.2.2015

Heiner Lück:
Die 'codices picturati' des Sachsenspiegels als Erkenntnisquelle für die Einordnung und Interpretation mittelalterlicher Skulpturen in Mitteldeutschland

Vortrag & Workshop
Firenze, 18.12.2014

Desmond Manderson:
Klimt's Jurisprudence - Sovereign Violence and the Rule of Law

Lecture & Workshop
Firenze, 11.11.2014

Claudia Blümle:
Apelles vor Gericht. Zum Akt des Urteilens im Bild

Vortrag
Firenze, 21.10.2014

Überzeugungsfiguren in Rathausbildern. Ein Vergleich zwischen Dieric Bouts und Albrecht Dürer
Workshop mit Claudia Blümle
Firenze, 22.10.2014

The Nomos of Images - Law & The Humanities: Reframing the Visual Dynamics of Law (PDF 104 KB)
Workshop
Firenze, 02.07.2014

Images of Shame. Infamy, Defamation and the Ethics of 'oeconomia' | Schandbilder. Infamie, Diffamierung und die Ethik der 'oeconomia'
Workshop II
Firenze, 16.-17.11.2012

Images of Shame. Infamy, Defamation and the Ethics of 'oeconomia' | Schandbilder. Infamie, Diffamierung und die Ethik der 'oeconomia'
Workshop I
Firenze, 27.-28.03.2012

Imago, actio, iustitia. Images, Bodies and Actions of the Law
Conference
Berlin, 3.-4.12.2011

Publikationen

hrsg. von Carolin Behrmann und Henry Kaap kritische berichteJahrgang 44, Heft 1 (2016)ISSN: 0340-7403

Ästhetik(en) des Widerstands

hrsg. von Carolin Behrmann und Henry Kaap

kritische berichte
Jahrgang 44, Heft 1 (2016)
ISSN: 0340-7403
edited by Carolin BehrmannWalter De Gruyter, Berlin 2016

Images of Shame. Infamy, Defamation and the Ethics of oeconomia

edited by Carolin Behrmann

Walter De Gruyter, Berlin 2016
Carolin BehrmannWalter De Gruyter, Berlin 2015Actus et Imago, 14

Tyrann und Märtyrer. Bild und Ideengeschichte des Rechts um 1600

Carolin Behrmann

Walter De Gruyter, Berlin 2015
Actus et Imago, 14

Ausstellung

Nomos der Bilder. Manifestation und Ikonologie des Rechts

Minerva Forschungsgruppe

Rechtssysteme sind auf Artefakte angewiesen, die ihre schriftlich fixierten Normen visuell übertragen, um Handlungen des Rechts zu konstituieren und zu legitimieren. Diese juridische Dimension von Bildern, Objekten und Zeichen stellt eine besondere Herausforderung an die Kunstgeschichte dar, da sie sich oft ihren historischen, inhaltlichen und stilistisch-formalen Kategorien entzieht. Das Minerva Forschungsprojekt verfolgt eine systematische Annäherung an das Feld der rechtlichen Praxis, um Formen, Funktionen und Bedeutungen von Artefakten in ihrem rechtshistorischen Kontext zu analysieren.

Zentrales Anliegen ist es, eine Ikonologie des Rechts zu formulieren, die sich den materiellen und künstlerischen Manifestationen der Rechtsgeschichte sowohl in diachroner als auch transkultureller Perspektive widmet. Im Gegensatz zum lex der Römischen Rechtssprache gibt der griechische Begriff nómos ( νόμος) den erweiterten Rahmen vor, in dem sowohl das geschriebene als auch das ungeschriebene Gesetz, Brauch, Gewohnheit, Sitte, Regel und Ordnung, allgemein der vom Menschen gefertigte Charakter des Gesetzes, mit eingeschlossen sind. Die dem Rechtsfeld zugeschriebenen Artefakte sollen somit als Teil des nómos über ihre visualisierenden Eigenschaften hinaus als Substitutionen, Zeugen und materialisierte Doktrin untersucht werden.

Das Forschungsprojekt fokussiert nicht eine einzelne historische Epoche oder einen lokal begrenzten Kulturraum, sondern nimmt den gesamten kontinentaleuropäischen Rechtskreis (civil law) sowie die Kodifizierung bzw. Manifestation juridischer Normen im Allgemeinen in den Blick. Unter Berücksichtigung der Mobilität von Bildern, Zeichen und Objekten und ihrer Übertragbarkeit in verschiedene kulturelle und soziale Kontexte wird so eine transkulturelle Perspektive zugrunde gelegt, die es erlaubt, Bild und Handlung im Recht vergleichend zu analysieren.

            

 
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