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Repräsentation und Präsenz: Fotografie und sakrale Bildlichkeit in Italien, 1861–1915

Moritz Lampe

Darstellung verschiedener Pilgertypen beim Betrachten von Devotionalien, darunter auch Fotografien. Aus: L'Illustrazione Italiana, 1884

Das Postdoc-Projekt stellt sich die Frage, welchen Stellenwert Fotografien von Objekten der religiösen Verehrung (Kultbilder, Reliquiare, Heiligengrablegen u.ä.) für die christliche Andachtspraxis im Königreich Italien bis zu dessen Eintritt in den 1. Weltkrieg besaßen. Was waren die Rezeptions- und Distributionsbedingungen, wie und wo wurden Fotografien von religiös konnotierten Orten und Objekten konkret erworben, genutzt, modifiziert, aufbewahrt und weitergegeben? Inwieweit bedingten sich der materiell-technische Aspekt und der Gebrauchskontext von Fotografien gegenseitig? Und wie generierten und vermittelten Fotografien dadurch neue Formen topographischen, religiösen und politischen Wissens?

Vor dem Hintergrund der zunehmenden Industrialisierung und Säkularisierung im Ottocento ist das Forschungsvorhaben als Beitrag zur Sozial- und Bildgeschichte Italiens projektiert, das sich seinem Untersuchungsgegenstand zunächst anhand von drei Untersuchungskomplexen nähern will. In einem ersten, diskursanalytischen Teil soll durch eine Gegenüberstellung konservativ-katholischer und bürgerlich-progressiver Positionen nachgezeichnet werden, wie der Gebrauch von Fotografie im religiösen Kontext jeweils bewertet wurde. Der zweite Teil fokussiert auf die Fotoateliers, untersucht Strategien der Auswahl fotografischer Motive und thematisiert den Herstellungsprozess sowie die Vertriebsnetzwerke unter besonderer Berücksichtigung von Wallfahrtsorten in Nord-, Süd- und Mittelitalien. Im letzten Teil des Postdoc-Projektes soll konkret auf Einzelbeispiele eingegangen und die individuelle Materialität und Biographie ausgewählter Fotoalben und Abzüge besprochen werden, die als devotionale Gebrauchsgegenstände genutzt wurden.

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