Prof. Dr. Dieter Blume

Visiting scholar

Studium der Kunstgeschichte, Geschichte und Ethnologie an der Universität Heidelberg; Promotion 1981; Konzeption der Ausstellung „Natur und Antike in der Renaissance" im Liebieghaus, Frankfurt/Main 1985; Habilitation an der Ludwig-Maximilians-Universität in München 1991; Lehre an den Universitäten München, Frankfurt, Heidelberg, Zürich sowie Baltimore/USA (John Hopkins Univ.); Ab 1994 Professor an der Friedrich Schiller Universität in Jena. Seit Herbst 2018 emeritiert.

1996 - 2013 Forschungsprojekt "Sternbilder des Mittelalters und der Renaissance – Der gemalte Himmel zwischen Wissenschaft und Phantasie"
2005 – 2007 gemeinsam mit Prof. Dr. Matthias Werner Konzeption und wissenschaftliche Leitung der dritten Thüringer Landesausstellung "Elisabeth von Thüringen – Eine europäische Heilige" auf der Wartburg
2013 – 2020 gemeinsames Forschungsprojekt mit Prof. Dr. Christel Meier-Staubach zur Ovid-Rezeption im Trecento

Bild und Poesie in der intellektuellen Kultur des Trecento

In den oberitalienischen Städten entwickeln sich seit der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts Malerei und Poesie in deutlicher Parallelität und es entstehen charakteristische Schwerpunkte einer profanen Kultur. Entscheidende Voraussetzungen liegen in einer neuen Lektüre antiker Autoren sowie einer breiten Auseinandersetzung mit den Schriften des Aristoteles. Es geht um eine neue Ethik, welche der Lebenswirklichkeit der Städte besser entspricht, und ein gewandeltes Verständnis der Emotionen.

Der antike Mythos wird dabei zu einem neuen Referenzsystem, mit dessen Hilfe Erfahrungen anders beschrieben werden können. Das tradierte Modell der Allegorie wird neu verstanden und in ausgesprochen flexibler Weise eingesetzt. Den Naturerscheinungen widmet man sich in neuer Intensität und einen neuen Sensorium für die enorme Vielfalt der Phänomene. Auch entsteht eine Diskurs über Malerei und die Rolle der Mimesis.

Neben den bekannten Figuren Dante, Petrarca und Boccaccio haben eine Vielzahl von Intellektuellen Anteil an diesen Prozessen. Diese Aspekte sollen in systematischen Kapiteln beleuchtet und in einem Buch zusammengefasst werden.

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