Hans-Georg Majer: Der venezianische Feldmaresciallo Graf Matthias von der Schulenburg, die Brüder Antonio und Francesco Guardi und die Osmanen

Abendvortrag

Graf Matthias von der Schulenburg war nach einem aufsehenerregenden Erfolg gegen die Osmanen in seiner Funktion als venezianischer Feldmareschiallo immer wieder bestätigt worden, da man ihn als unentbehrlich für die Sicherheit des Staates ansah. Daher lebte er bis zu seinem Tode auf venezianischem Territorium und dort wurde er zwischen seinem 65. und 85. Lebensjahr noch zu einem bedeutenden Kunstsammler und Kunstmäzen. An die Werkstatt der Brüder Guardi vergab er unter anderem den Auftrag, 43 "Quadri turcheschi" zu malen. War es das typische Motiv eines barocken Offiziers und Türkenkämpfers das ihn zu diesem umfangreichen Auftrag bewog? Welche Osmanen-Thematik schwebte ihm dabei vor? Wie lösten die Brüder Guardi, die Osmanisches und die Osmanen nicht wie er aus eigener Anschauung kannten, ihre künstlerische Aufgabe? Die Hauptquelle ist bekannt, Neues kommt nun hinzu und es ist faszinierend zu verfolgen, wie ihr schöpferischer Blick aus unterschiedlichen, meist graphischen Quellen, kombinierend und variierend, einprägsame "osmanische" Szenen in Guardi'scher Malerei entstehen lässt.

Hans Georg Majer wirkte bis 2002 als Professor an der Universität München. Schwerpunkte seiner Arbeit sind die Geschichte und die Kultur des Osmanischen Reiches, insbesondere osmanisch-europäische politische und kulturelle Begegnungen und Berührungen. Er initiierte und leitete das internationale Projekt "Die Porträts der osmanischen Sultane" (Ausstellung The Sultan's Portrait im Topkapi Sarayi, Istanbul 2000) und befasst sich immer wieder mit osmanischer Miniaturmalerei und Türkenthemen in der europäischen Kunst.

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