Forschung

Antike im Futur: Zur Antiken- und Mythenrezeption im Werk Giorgio de Chiricos

Stephanie Schlörb | Landesgraduiertenförderung Baden-Württemberg

Giorgio de Chirico: Selbstbildnis mit Büste des Merkur, 1923, Tempera/Leinwand, 65 x 50 cm. Privatbesitz

Die malerischen und grafischen Werke Giorgio de Chiricos zeugen von einer innigen Beziehung zur antiken Kunst; verbal differenziert er in seinen Schriften zwischen einer griechischen und römischen Welt. Erstmals soll systematisch untersucht werden, worin die Vorbilder für die weißen Marmorskulpturen, die mythologischen Figuren und tempelartigen Architekturen liegen, die so ostentativ als Antikenzitate im Œuvre des Italieners in Erscheinung treten. Es zeigt sich, dass sich ein Großteil der als antik wahrgenommenen und von der Forschung häufig als solche interpretierten Bildelemente jedoch nur bedingt auf tatsächlich Antikes zurückführen lässt. Die Klärung der Begrifflichkeiten Mythos, Mythen und Mythenbild sowie eine daraus abgeleitete Terminologie für die Kunst de Chiricos soll zu einer neuen methodischen Herangehensweise im Hinblick auf die Entschlüsselung seiner rätselhaften Kompositionen führen. Antike und Mythos dienten ihm in seinen Schriften zur Konstruktion des eigenen Künstlermythos. Ob es sich in seinen Gemälden nun um die Verbildlichung eines Kunstmythos als kreativen Entwurf der Daseinsbewältigung und Kulturerneuerung im Sinne Nietzsches, performative Wahrheit oder um ein Mythenbild in der Tradition des antiken Mythos handelt, ist eine Frage, die im Rahmen dieses Promotionsprojektes untersucht werden soll.

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