Forschung

Mythos Künstlerreise? Künstlermobilität zwischen Süd und Nord im vormodernen Europa

Madeline Delbé

Vier Darstellungen von Reisenden, Titelblatt zu J.C. ten Hoorn: Reis-boek door de Vereenigde Nederlandsche Provincien, Amsterdam: Jan Claesz ten Hoorn, 1689 (Detail) © Rijksmuseum

Das Dissertationsprojekt widmet sich der Untersuchung der Künstlerreise im vormodernen Europa unter künstlersozialgeschichtlichen Gesichtspunkten sowie im Kontext der Mythenbildung. Es hat sich zum Ziel gesetzt, die Mobilität von italienischen und der 'Northern Art' zuzuordnenden Künstlern nach und vor allem von Italien kommend zu durchleuchten und so in ein neues Licht zu setzen. Forschungsgegenstand des Projekts ist damit die bildungs- und auftragsorientierte Reise von Künstlern in der Frühen Neuzeit, die klar von der Künstlermigration, die sich durch die Entstehung einer Sesshaftigkeit am Zielort auszeichnet, abgegrenzt wird. Der durch die moderne Kunstgeschichtsforschung kreierte "Mythos" der Italienreise in ihrer nahezu alleinigen Bedeutung als künstlerische Studienreise und als genuiner Teil der Ausbildungspraxis wird zu widerlegen sein. Sich an modernen Forschungsansätzen orientierend hat sich das Projekt zum Ziel gesetzt, Verflechtungspunkte der frühneuzeitlichen Kultur sowie des wechselseitigen Kunst- und Wissenstransfers aufzuzeigen. Den zeitlichen Orientierungspunkt der Analyse bildet die Italienreise Peter Paul Rubens' (1600–1608), die mittels des Vergleichs mit der gegenläufigen, von Italien ausgehenden Reisebewegung neu eingeordnet wird und deren Vor- und Nachwirkungen in der Nachfolge Dürers im frühen 16. Jahrhundert bis hin zum Beginn der frühen Grand Tour-Bewegung gegen Ende des 17. Jahrhunderts untersucht werden.

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