Forschung

Pierre Belons "L'histoire de la nature des oyseaux" im bildhistorischen Kontext. Ornithologie im Übergang von Tiersymbolik zu Taxonomie und Empirie zwischen dem 15. und 17. Jahrhundert

Christine Kleiter | Cusanuswerk

Helmperlhuhn (Numida meleagris), in: Pierre Belon, L'Histoire de la nature des oyseaux […], Paris 1555, S. 247
gallica.bnf.fr / Bibliothèque nationale de France

Das Dissertationsprojekt Pierre Belons »L'histoire de la nature des oyseaux« im bildhistorischen Kontext. Ornithologie im Übergang von Tiersymbolik zu Taxonomie und Empirie zwischen dem 15. und 17. Jahrhundert wägt allegorische Naturdeutung und empirische Naturdarstellung in der Kunst und Wissenschaftsillustration der Frühen Neuzeit gegeneinander ab. Die zentrale Frage lautet, wie das naturgeschichtliche Bild im Spannungsfeld zwischen dokumentierendem Wesen und eigendynamischen Entscheidungen den Wissensgegenstand transportiert. Im Fokus steht Belons Vogeltraktat (1555), welches als innereuropäisches Bindeglied bei der Neuausrichtung bildlicher Darstellungsmodi verortet wird. Neben dem Traktat und den involvierten Akteuren sowie den Verbindungen zu anderen Naturforschern der Zeit werden auch Aspekte der Materialität der Forschungsobjekte hinsichtlich der Abbildungsformen sowie des Porträtbegriffs analysiert. Anhand von Fallstudien aus Bildkunst, Sakralmalerei sowie Zeichnungssammlungen soll herausgearbeitet werden, wie Künstler im Austausch mit Naturforschern Biotop und Habitat der Tiere in ihre Kunstwerke einfließen lassen. Als Aviarien ausfreskierte Deckengewölbe in italienischen und französischen Palästen des 16. und 17. Jahrhunderts werden als Orte der enzyklopädischen Wiedergabe des erworbenen ornithologischen Wissens untersucht.

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