Forschung

Fotografie, Krieg und 'cultural heritage'

Costanza Caraffa, Ute Dercks, Almut Goldhahn

© Akram Zaatari, Standbild aus "On Photography, Dispossession and Times of Struggle", 2017

Spätestens seit dem ersten Weltkrieg ist von einer regelrechten Medialisierung des Krieges zu sprechen, in welcher die Dokumentarfotografie systematisch als Mittel politischer Propaganda eingebunden wurde. Die Aufnahmen von gefährdeten oder gar zerstörten Kunstwerken verwiesen im Kontext der hegemonialen Bestrebungen auf eine konkrete Bedrohung des kulturellen Erbes. Dieses hatte bereits im 19. Jahrhundert als identitätsstiftendes Element während der Staatsbildungsprozesse eine wichtige Rolle gespielt, wobei die Fotografie wesentlich zur Herausbildung und zur visuellen Definition des jeweiligen kulturellen Kanons beitrug. Das zu diesem Zeitpunkt noch junge Medium wurde gezielt eingesetzt, um das Kulturgut der einzelnen Nationen in seinen vielschichtigen Facetten zu dokumentieren. Darüber wurden die fotografischen Aufnahmen schließlich selbst Bestandteil unseres heutigen cultural heritage.

Almut Goldhahn: Von Kulturpolitik zu Kulturpropaganda. Das Kunsthistorische Institut in Florenz in den Jahren des Nationalsozialismus
In: Kunstgeschichte in den besetzten Gebieten 1939–1945, hrsg. von Magdalena Bushart, Agnieszka Gąsior und Alena Janatková, Köln/Weimar/Wien 2016, pp. 27–46

Costanza Caraffa / Almut Goldhahn: Zwischen 'Kunstschutz' und Kulturpropaganda. Ludwig Heinrich Heydenreich und das Kunsthistorische Institut in Florenz 1943–1945
In: Kunsthistoriker im Krieg. Deutscher Militärischer Kunstschutz in Italien 1943–1945, hrsg. von Christian Fuhrmeister, Johannes Griebel, Stephan Klingen und Ralf Peters, Köln/Weimar/Wien 2012, pp. 93–110

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