Kunst, Gespräch, Geschichte: Quellen und Praxisdiskurse der italienischen Kunst in historischer Perspektive

Juniorprofessur
Wolf-Dietrich Löhr

Um die komplexen Gegenstände der Kunstgeschichte in ihrer materiellen und technischen Verfasstheit und Funktionalität zu verstehen, bedarf es einer Annäherung an die historischen Bedingungen ihrer Produktion und Rezeption. In Novellen, Chroniken, Verträgen und anderen Schriften finden sich Spuren eines lebendigen Kunstgesprächs, das einen solchen Zugang eröffnet. Die Erschließung einer Terminologie des Machens, Verstehens und Bewertens von Kunstwerken in den verschiedenen Schichten des Publikums, wie sie aus Quellentexten unterschiedlicher Gattungen erarbeitet werden kann, reflektiert nicht nur die Gleichzeitigkeit konträrer Konzepte künstlerischen Handelns, sondern auch die bewegten Konjunkturen des Wissens um künstlerische Materialien und Techniken. Es lassen sich ebenso Momente der Tradierung, Aneignung oder Umwandlung antiker Topoi beobachten wie innovative Entwürfe von Künstlerschaft. Im Dialog der Disziplinen können die Texte mit ihrer Vielfalt und Vernetzung die kunsthistorischen Instrumente schärfen, um Wirkungen, Gebrauchsformen und Deutungen von Bildern und visuellen Konfigurationen im sozialen Gefüge herauszuarbeiten. An den Ursprüngen eines historiographischen Zugangs zur Kunst, wie er in Italien seit dem 14. Jahrhundert vermehrt zu beobachten ist, werden zudem auch wesentliche Narrative fixiert, die in Sprachgewohnheiten der Kunstwissenschaft bis heute nachklingen. Insofern hält die Präzisierung einer historischen Terminologie auch Anregungen für eine methodische Reflexion aktueller Fachdiskurse bereit.

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