Sabine Frommel: Plätze in Italien und Frankreich (16. und 17. Jahrhundert)

Abendvortrag / Conferenza serale

Der Beitrag zielt darauf, Platzanlagen in den beiden Ländern gegenüberzustellen, die Eigenheiten ihrer städtebaulichen Einbindung und architektonischen Gestaltung zu erfassen und Traditionen aufzuzeigen. Als repräsentative Bühne bei Festen, Turnieren und Aufmärschen, als Metapher von herrschaftlichem Machtanspruch, spiegeln "piazza" und "place" ganz unterschiedliche Ausprägungen wider, die hier ausgelotet werden sollen. Dabei sind auch finanzielle und organisatorische Hintergründe aufzudecken, die sowohl die architektonische Gesamtgliederung als auch Form und Nutzung der einzelnen Bauten mitbestimmt haben. Ein Blick auf ihren heutigen Zustand soll die Frage nach dem Denkmalschutz und dem historischen Bewusstsein in beiden Ländern beleuchten.

Prof. Dr. Sabine Frommel

Seit 2003 hat Sabine Frommel den Lehrstuhl für Kunstgeschichte der Renaissance an der École Pratique des Hautes Études (Paris-Sorbonne) inne. Ihre Arbeit konzentriert sich auf die Beziehungen zwischen Frankreich und Italien, insbesondere die Aufenthalte italienischer Künstler am französischen Hof vom 16. bis in 18. Jahrhundert (Leonardo, Serlio, Vignola, Primaticcio, Bernini), wie auch jene französischer Meister in Italien (Delorme, Lescot, Bullant, Percier und Fontaine). Durch Forschungen zur Beschreibung architektonischer Werke in der Literatur, wie auch durch Untersuchungen von Bauwerken und Ruinen in der Malerei, versucht sie die Grenzen der Architekturgeschichte auszuweiten und eine Durchlässigkeit zwischen den wissenschaftlichen Fachgebieten zu fördern. Weitere Studien betreffen historiographische Fragestellungen, bei denen sie auf eine vergleichende Analyse zwischen Deutschland, Frankreich und Italien Wert legt. Ihre letzten Publikationen sind Opus Incertum 5. Disegni rinascimentali di architettura (mit Amedeo Belluzzi), Florenz, 2008; Bomarzo: Sacro Bosco, Mailand, 2009; Primatice architecte, Paris, 2010; La réception des modèles cinquecenteschi dans les arts français du XVIIe siècle, Paris/Genève, 2010; Crocevia e capitale della migrazione artistica: forestieri a Bologna e bolognesi nel mondo (secoli XV-XVI), Bologna, 2010; Les sciences humaines et leurs langages: Artifices et adoptions (mit Gernot Kamecke), Rom, 2011; La Place du chœur. Architecture et liturgie du Moyen Âge aux Temps modernes (mit Laurent Lecomte), Paris/Rom, 2012; Crocevia e capitale della migrazione artistica: forestieri a Bologna e bolognesi nel mondo (secoli XV-XVI), Bologna, 2012.

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Prof. Dr. Alessandro Nova  
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