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Bianca de Divitiis
Mit großer Freude teilt das Kunsthistorische Institut in Florenz mit, dass Professorin Bianca de Divitiis (Università degli Studi di Napoli Federico II) zum 1. Januar 2026 neue Direktorin am KHI und Wissenschaftliches Mitglied in der Max-Planck-Gesellschaft geworden ist. Sie wird die Abteilung Contexts, Communities, Connections. New Narratives in History of Art aufbauen.
Bianca de Divitiis (geb. 1974) ist Kunst- und Architekturhistorikerin mit einer Expertise vom Spätmittelalter bis in die Neuzeit in Europa und mit einem besonderen Interesse an den Verbindungen zu weiteren geografischen Regionen. Seit fünfzehn Jahren lehrt sie als Professorin an der Universität Federico II in Neapel. Von 2020 bis 2025 hatte sie das Amt der Stellvertretenden Direktorin des Fachbereichs Geisteswissenschaften sowie der Dekanin für geisteswissenschaftliche Forschung inne, des Weiteren war sie Mitglied in mehreren Universitätsgremien.
Aus ihrer Abschlussarbeit ist ein wegweisender Artikel im Burlington Magazine (2003) hervorgegangen zu ihrer Entdeckung eines Albums aus dem Drawing Office von Sir John Soane, die auch in der The Times Erwähnung fand. In den letzten zwanzig Jahren hat sich Bianca de Divitiis mit Kunst, Architektur und Antiquarianismus vom Spätmittelalter bis zur Moderne beschäftigt, tief verwurzelte Vorurteile widerlegt und Lücken im Wissen über die Kultur der Renaissance geschlossen.
Ihre im Rahmen des Verbunds der Universitäten von Venedig (IAUV, VIU, Ca’ Foscari) verfasste Dissertation zur Erlangung des Doktorgrades (Dottorato di Eccellenza) wurde als Buch mit dem Titel Architettura e committenza nella Napoli del Quattrocento veröffentlicht (Marsilio 2007).
Von 2011 bis 2016 war sie Principal Investigator des interdisziplinären ERC-Projekts HistAntArtSI (www.histantartsi.eu). Gemeinsam mit der von ihr koordinierten Forschungsgruppe hat sie ein Forschungsfeld zur Renaissance in Süditalien neu begründet, das weiter expandiert und neue Erkenntnisse hervorbringt, wie A Companion to the Renaissance in Southern Italy (Brill, 2023; https://brill.com/edcollbook-oa/title/39291) zeigt.
Bianca de Divitiis leitete außerdem das großangelegte nationale Projekt zu transmediterranen Verbindungen The Renaissance in Southern Italy and the Islands: Cultural Heritage and Technology (PRIN 2017-2024) und war Mitglied in zwei internationalen Forschungsgruppen zu Europa und der globalen Renaissance: The Quest for an Appropriate Past in European Architecture (Royal Netherlands Academy of Art and Sciences, 2014-2018) und Spanish Italy and the Iberian Americas (Columbia University – Getty Foundation, 2017-2022).
Ihre Forschungen wurden mit zahlreichen Stipendien und Projektmitteln gefördert, unter anderem von der IUAV in Venedig, dem Francis Haskell Memorial Fund, dem Warburg Institute in London, der Villa I Tatti – The Harvard University Center for Italian Renaissance Studies und dem Paul Mellon Centre – Yale University. Aktuell ist sie Mitglied des wissenschaftlichen Beirats des Palladio Museums in Vicenza, des Palazzo Reale in Neapel, des Center for the Art History of Port Cities – La Capraia (Naples-Houston), des Pio Monte della Misericordia in Neapel; bis 2024 war sie Mitglied im Scientific Advisory Board des Kunsthistorisches Instituts in Florenz – Max-Planck-Institut.
Ihre Publikationen umfassen unter anderem Artikel in referierten (peer-reviewed) Zeitschriften (19) und Beiträge in Büchern (40). Sie ist (Mit-)Herausgeberin von vier Sammelbänden, der HistAntArtSI Online-Datenbank und der Webapp ANTONELLO, die mit zwei Preisen ausgezeichnet wurde.
Weitere Informationen finden sich hier: CV, Publikationen.


