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Digitales Archiv zur Kunsttopographie italienischer Städte: Florenz
Jan Simane
1. 'Giglio' - Historische Guiden- und Inventarliteratur Im Hinblick auf die redaktionelle Aufbereitung der digitalisierten Texte und deren Präsentation im Netz nahm die Projektleitung zwecks Beratung und Unterstützung Kontakt zum Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte in Berlin auf, das federführend das internationale Projekt ECHO (European Cultural Heritage Online) betreibt (s. http://echo.mpiwg-berlin.mpg.de/home). Die Anlehnung an das ECHO-Projekt lag insofern nahe, als es das Ziel verfolgt, Quellenmaterial (vorrangig Texte) zur europäischen Geschichte in digitalisierter, für die wissenschaftliche Nutzung angemessener Form bereit zu stellen. Mit Hilfe der Kollegen vom Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte wurde im Laufe der ersten Hälfte des Jahres 2006 ein Arbeitsplan erarbeitet, der die Digitalisierung, Transkription und XML-Kodierung von 12 Florenzreiseführern des 18. Jahrhunderts (insgesamt ca. 2.000 Druckseiten) zum Gegenstand hatte. Die in Entsprechung zu den Standards des ECHO-Projekts, ebenso aber auch im Konzept des Projekts 'Giglio' von Anfang an vorgesehene Transkription der digitalisierten Texte, die ja erst die Voraussetzung für eine XML-Kodierung bildet, erfolgte unter Inanspruchnahme entsprechender Dienstleistungen der Agentur Formax (Beijing, VR China) in der zweiten Jahreshälfte 2006. In Zusammenarbeit mit dem Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte wurden die digitalisierten Texte samt Transkriptionen nach den Regeln des ECHO-Projekts als ein dort angesiedeltes Modul der Quellensammlung eingebaut und zur freien Konsultation im Internet geöffnet (s. http://echo.mpiwg-berlin.mpg.de/content/guiden). Zuvor erfolgte noch eine ebenfalls den ECHO-Standards entstammende Verlinkung des XML-kodierten Textes mit digitalisierten Wörterbüchern, deren termgenaue Konsultation von entsprechenden Begriffen der als Hypertext ausgegebenen Transkriptionen aus möglich ist. 2. 'Stemmario' - Wappen Florentiner Familien, Bruderschaften und Hospitäler Auch das zweite Digitalisierungsprojekt der Bibliothek ist aus dem Planungsstadium in die operative Phase getreten und kann in seiner ersten Version im Netz konsultiert werden: http://wappen.khi.fi.it/. Rund 2.000 Wappenbilder der im KHI aufbewahrten Sammlung sind digitalisiert, nach den Regeln der Heraldik beschrieben und klassifiziert und auf der Grundlage unterschiedlicher Indizes mit Hilfe einer modularen Suchoberfläche recherchierbar und visualisierbar. Über die verbale Suche nach klassifikatorischen Begriffen hinaus ist das Modul zur bildgestützten Suche verfeinert und der übrigen Suchumgebung angepasst worden. Gegenwärtig wird an der Mehrsprachigkeit der Suchoberfläche gearbeitet. Ebenso ist die Entwicklung einer Ontologie-Struktur für die Eingabe von Begriffen in die Datenbank geplant, mit deren Hilfe sich die Zusammenarbeit mit Institutionen ermöglichen ließe, die unter anderen sprachlichen Bedingungen weitere, zu 'Stemmario' kompatible Wappensammlungen digitalisieren. Erste diesbezügliche Konsultationen mit Archiven und Bibliotheken in Florenz haben bereits stattgefunden.
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Projektmitarbeiter
Jan
Simane
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