Termin

23. März 2017

14:30

Veranstaltungsort

Kunsthistorisches Institut in Florenz
Max-Planck-Institut

Casa Zuccari
Via Giuseppe Giusti 49
50121 Florenz

Da die Plätze begrenzt sind, bitten wir um Anmeldung bei Julia Selzer (julia.selzer@khi.fi.it).

Kontakt

Hana Gründler
Wiss. Assistentin
Telefon: +39 055 24911-65
Fax: +39 055 24796-63
Links: Opac

Weitere Informationen

Dietrich Erben: Das eigene Leben als ästhetische Fiktion. Autobiographie und Professionsgeschichte

Ethik und Architektur-Dialog IV

Ausgangspunkt des Forschungsprojektes, das im Ethik und Architektur-Dialog IV diskutiert werden soll, ist die Untersuchung von Architektenautobiographien, die insbesondere seit der Moderne in einer Vielzahl von Büchern vorliegen. Von dieser speziellen Sparte aus lässt sich der Bogen zu weiteren "Berufsautobiographien" schlagen. Es handelt sich dabei um eine Gruppe von Texten, deren Verfasserinnen und Verfasser sich das Schreiben ebenfalls mehrheitlich nicht zu ihrer Hauptaufgabe gemacht haben.

Für diese Publikationen stellt sich die Frage, mit welchen Mitteln der Textdarstellung personale Identitäten, Lebensentwürfe, Selbstbilder und professionelle Lebenszusammenhänge entworfen werden, die wahrscheinlich außerhalb der Texte gar nicht oder nur bruchstückhaft existieren. Folgende Leitfragen stehen im Zentrum der Auseinandersetzung: 1. Textgattungen und Textformen; 2. Professionalisierung; 3. Produktivität und Kreativität; 4. Individualität und Erwerbsgesellschaft; 5. Erfahrung als Argument.

Anhand einer kurzen Diskussion des Begriffs der Haltung soll ferner gemeinsam über die Relation von Existenz, Ethos und Architektur nachgedacht werden.

   

Diskussionssprachen sind Deutsch, Italienisch und Englisch.

   

Dietrich Erben

Studium der Kunstgeschichte, Geschichte und Literaturwissenschaft; Promotion 1994 mit der Dissertation Bartolomeo Colleoni. Die künstlerische Repräsentation eines Condottiere im Quattrocento (ersch. 1996) an der Universität Augsburg; danach Stipendiat am Kunsthistorischen Institut in Florenz und DFG-Stipendiat. Die Habilitation erfolgte 2002 an der ETH Zürich, Habilitationsschrift Paris und Rom. Die staatlich gelenkten Kunstbeziehungen unter Ludwig XIV. (ersch. 2004). 2003-2009 Professor für Kunstgeschichte mit Schwerpunkt Frühe Neuzeit an der Ruhr-Universität Bochum und seit Oktober 2009 Inhaber des Lehrstuhls für Theorie und Geschichte von Architektur, Kunst und Design an der Technischen Universität München.

Weitere Buchveröffentlichungen in Auswahl: Die Kunst des Barock, München 2008; Komponistenporträts. Von der Renaissance bis zur Gegenwart, Stuttgart 2008; Mit-Hg. Politikstile und die Sichtbarkeit des Politischen in der Frühen Neuzeit, Passau 2016.

Die Arbeitsschwerpunkte liegen in der Kunst- und Architekturgeschichte seit der Frühen Neuzeit, insbesondere der politischen Ikonographie, der Geschichte der europäischen Kunstbeziehungen und der Architekturtheorie.

 
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