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Dr. Brigitte Sölch
Brigitte Sölch
Wiss. Assistentin
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Bild, Schwelle, Grenze, Fusion

Brigitte Sölch

Das an den Schnittstellen zwischen Architektur- und Bildgeschichte angesiedelte Forschungsfeld umfasst drei Schwerpunkte im Bereich des 15. bis 18. Jahrhunderts, die auf aktuelle (methodische) Fragen Bezug nehmen. Angesichts der Tatsache, dass Emotionen wie Furcht, Angst und Respekt innerhalb der Begegnung des Einzelnen mit dem Gesetz eine wesentliche Rolle spielen, richtet sich das Interesse allgemein sowie innerhalb des Projekts Ethik und Architektur auf die Frage nach emotiven Wahrnehmungs- und Wirkungsabsichten von (juridischer) Architektur und die Ausgestaltung von Grenz- und Schwellenräumen. Damit ist der zweite Themenbereich berührt, der Architektur- und Bildgeschichte dort befragt, wo beide untrennbar verbunden sind. Untersucht wird das Motiv der Gefangenschaft beziehungsweise der menschlichen Stützfigur in der Architektur, die Fremdheit, Sklavendienst oder freiwillige Dienstbarkeit zum Ausdruck bringt. In welcher Weise die (Wahrnehmung der) Skulptur auf die (Wahrnehmung der) Architektur und vice versa zurückwirkt, ist hierbei zentral für die weitere Interpretation. Zuletzt steht das Phänomen der Fusion von Alt und Neu, auch im Rahmen des Projekts Fusion architecture (mit Erik Wegerhoff, Technische Universität München), im Fokus und speziell die Inkorporation mittelalterlicher Bauten und Fragmente in Neubauprojekte der Renaissance, die zu grundlegenden Fragen nach Wert-, Macht- und Geschichtsvorstellungen führt.

 
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