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Ute Dercks
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Die Fotokampagnen des Kunsthistorischen Instituts zwischen 1897 und 1932

Ute Dercks

Die "Campagna fotografica" ist bis heute eines der wichtigsten Instrumente, um den Bestand an Fotografien des Instituts aktiv zu vermehren und Akzente hinsichtlich der Sammlungsschwerpunkte eines Bildarchivs wie der Photothek zu setzen.

Anregung dazu geben die Forschungen am Hause oder langfristige Sammlungskonzepte. Das Projekt ist auf die frühen Jahre des Instituts konzentriert und untersucht die zwischen 1897 und 1932 unternommenen Fotokampagnen anhand der im Hausarchiv erhaltenen Dokumente, Jahresberichte und Publikationen, der in den Inventarbüchern verzeichneten Bestände der Photothek, sowie der Akten im Zentralarchiv der Staatlichen Museen in Berlin. Nachgegangen wird in diesem Projekt, welchen Anteil die Wissenschaftler am Entstehungsprozess und an der Ausführung der Kampagnen hatten sowie welche Kooperationen mit Museen, Verlagen, Institutionen und Fotografen eingegangen wurden. Die Fragen nach Auftraggeber, Organisation und Finanzierung der Kampagnen sind ebenso relevant wie die nach Urheberschaft und Nachnutzungsrechten der Fotografien.

Zu den frühesten Aufnahmen zählen die Kampagnen unter Direktor Heinrich Brockhaus (1897-1912) in der Kirche San Lorenzo in Vicchio di Rimaggio in Bagno a Ripoli (1903/04) und die in der Villa Le Campora (1906). Unter Direktor Hans von der Gabelentz-Linsingen (1912-1922) wurden umfassende Fotokampagnen im Zeichenkabinett der Uffizien unternommen, und in den zwanziger Jahren stechen besonders die Kampagnen Heinrich Bodmers (1922-1932) zur Barockmalerei in Bologna, jene zur toskanischen Skulptur des Mittelalters von Walther Biehl sowie die von Walter Heil zu den Skulpturen Antelamis im Parmenser Baptisterium und in Fidenza heraus.

Darüber hinaus finden sich in den Archiven nicht nur die Umstände der Kampagnen dokumentiert, Listen der fotografischen Ausstattung sowie Angaben zu rechtlichen Vereinbarungen mit Fotografen, sondern auch programmatische Äußerungen zur Forschungsausrichtung des Instituts, die Bodmer beispielsweise in Zusammenhang mit der Fotokampagne in Bologna neu überdacht hatte.

    

Aufsätze

Ute Dercks: Wenn das Sammeln zur "fixen Idee" wird – Die frühen Fotokampagnen des Kunsthistorischen Instituts in Florenz, in: Rundbrief Fotografie. Analoge und digitale Bildmedien in Archiven und Sammlungen, Stuttgart 2015, N.F. 86, S. 7–18

Ute Dercks: La campagna fotografica dal 1900 ad oggi: esempio del Kunsthistorisches Institut in Florenz, in: Progettare le arti - studi in onore di Clara Baracchini a cura di Lorenzo Carletti e Cristiano Giometti, Pisa 2013, p. 151–161

 
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