Fotografien eines Kunsthändlers
Die Sammlung Elia Volpis

Eine Online-Ausstellung der Photothek des Kunsthistorischen Instituts in Florenz - Max-Planck-Institut
ab 22. April 2013

Florenz zählte im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert zu den Zentren des Kunsthandels. Sammler und Museumsdirektoren aus Europa und Amerika reisten in die Stadt am Arno oder nutzten ihre Kontakte, um dort Werke vor allem des italienischen Mittelalters und der Renaissance für ihre Sammlungen zu erwerben. Zu den wichtigsten Antiquaren dieser Zeit zählte neben dem renommierten Stefano Bardini auch Elia Volpi. Dieser agierte nicht nur als erfolgreicher Geschäftsmann, sondern auch als Maler, Restaurator und Kunstsammler. Die Aufarbeitung seines fotografischen Nachlasses, der 1983 in Teilen von Volpis Erben der Photothek des Kunsthistorischen Instituts in Florenz geschenkt wurde (weiteres Material befindet sich im Palazzo Davanzati, Florenz) und dem sich diese online-Ausstellung widmet, ermöglicht nicht nur eine Rekonstruktion wichtiger Etappen in der Biographie Volpis. Er gibt darüber hinaus auch Aufschlüsse allgemeiner Art zum Umgang mit dem Medium Fotografie auf dem Gebiet des Kunsthandels. Indizien dafür sind nicht zuletzt die zahlreichen Gebrauchsspuren auf den Aufnahmen. In Vorbereitung der Ausstellung wurde deshalb darauf verzichtet, die z.T. beschädigten Fotografien "digital" zu restaurieren. Denn die Aufgabe eines Fotoarchives besteht auch darin, die jeweilige Materialität seiner Objekte nicht zu verbergen, sondern betont sichtbar zu halten und der Forschung authentisch zugänglich zu machen.

 
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