Kontakt

Verein zur Förderung des Kunsthistorischen Instituts in Florenz (Max-Planck-Institut) e.V.

c/o Zentralinstitut für Kunstgeschichte
Postfach 11 44
82050 Sauerlach

E-Mail: foerderverein@khi.fi.it

Mitgliedschaft

Sollten Sie Interesse an einer Mitgliedschaft haben, finden Sie hier (PDF 72,5 KB) ein Anmeldeformular.

Weitere Informationen

Förderverein

Nur ein Jahr nach der Institutsgründung wurde 1898 der "Verein zur Förderung des Kunsthistorischen Instituts in Florenz" ins Leben gerufen, um die finanzielle Absicherung des noch jungen Instituts zu garantieren. Bereits ein Jahr später zählte man 58 zahlungskräftige Mitglieder, zum überwiegenden Teil Kunsthistoriker. Mit diesem Startkapital wurden die ersten Jahre der Institutstätigkeit bestritten.

Erster Vorsitzender des Vereins war der Kunsthistoriker und Archäologe Franz Xaver Krauss (1840-1901), der in dem Aufruf zur Gründung schreibt:

"Das kunsthistorische Institut in Florenz soll die Aufgabe haben, allen Kunstforschern und Kunstfreunden, die sich eingehend mit der geschichtlichen Entwicklung auf historischem Boden vertraut machen wollen, möglichste Förderung ihrer Studien zu gewähren, indem es vor allen Dingen Arbeitsräume mit bequemer Benutzbarkeit der einschlägigen Fachliteratur und des erforderlichen Abbildungsmaterials zur Verfügung stellt. Es soll also eine möglichst vollständige Sammlung photographischer Aufnahmen und sonstiger zur Vergleichung brauchbarer Publicationen italienischer Gemälde, Bildwerke, Bauten, besonders auch Facsimile-Reproductionen von Zeichnungen und Bildhandschriften enthalten, sowie eine umfassende Bibliothek von internationaler Fachliteratur…In seinen Arbeitsräumen will es … eine Stätte geistiger Sammlung sein…dem neuen Ankömmling oder dem kunstsinnigen Gast."

Krauss verfasste auch den ministeriellen Antrag auf staatliche Bezuschussung des Instituts, der 1902/03 erstmals bewilligt wurde und eine finanzielle Absicherung der nächsten 5 Jahre bedeutete. 1903 wurde der Verein, der sich nun "Verein zur Erhaltung des Kunsthistorischen Instituts in Florenz" nannte, in Berlin im Vereinsregister eingetragen. Prominente Vereinsvorsitzende in Folge waren neben anderen Wilhelm von Bode und Wilhelm Waetzold, Generaldirektoren der Berliner Museen, Theodor Lewald Staatsminister a.D., Eberhard Hanfstaengl, Generaldirektor Bayerische Staatsgemäldesammlungen, Heinrich Heydenreich, Direktor des Zentralinstituts für Kunstgeschichte München, Erich Steingräber, Generaldirektor der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen, Wolfgang Braunfels, Lehrstuhl für Kunstgeschichte LMU München, Prof. Max Seidel, Direktor des Kunsthstorischen Instituts in Florenz. E.M. und bis zu seinem tragischen Tod 2005 Jens Peter Haeusgen, Rechtsanwalt. Zu den bekannteren Mitgliedern zählen August Schmarsow (1853-1936), Adolph Bayersdorfer (1842-1901), Robert Davidsohn, Aby Warburg (1866-1929), Herrmann Grimm, Franz von Reber und Hugo von Tschudi und andere.

Mehr als 70 Jahre sorgte der Verein in der Vergangenheit für den Erhalt des Instituts. 1970 beschlossen die Mitglieder, die Verantwortung für den Fortbestand des inzwischen sehr gewachsenen Instituts dem Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie zu übertragen. Der Trägerverein wurde dazu in den "Verein zur Förderung des Kunsthistorischen Institutes in Florenz e.V." umgewandelt. Er blieb allerdings bis zur Übertragung an die Max-Planck-Gesellschaft im Jahre 2002 Eigentümer der Gebäude, des von der Fritz Thyssen-Stiftung 1961 gestifteten Palazzo Capponi Incontri, der 1972 von der Stiftung Volkswagenwerk gestifteten Casa Rosselli und der 1987 von der Deutschen Bank AG gestifteten Casa Zuccari.

Der Verein hat die Geschicke des Instituts stets fördernd begleitet und seine Entwicklung zu einem der bedeutendsten Zentren zur Erforschung italienischer Kunst mit großem Stolz verfolgt. Vornehmster Zweck des Vereins ist heute die ideelle und materielle Förderung der wissenschaftlichen Aufgaben des Instituts. Es ist ihm ein großes Anliegen, der breiten Öffentlichkeit die Arbeit des Instituts näher zu bringen. Der Verein unterstützt StudentInnen und junge WissenschaftlerInnen durch Stipendien und ermöglicht ihnen damit, an dieser internationalen Begegnungsstätte im historischen Zentrum von Florenz, die täglich von Wissenschaftlern vieler Nationen aufgesucht wird, den wissenschaftlichen Austausch ohne Grenzen zu pflegen. Er leistet Beiträge für die zahlreichen, hochwertigen Publikationen des Instituts. Auch fördert er die vorrangigen Sammelschwerpunkte von Bibliothek und Photothek des Instituts wie die Kunst der Renaissance, die Kunst der Stadt Siena sowie italienische Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts. Nach Abstimmung mit der Leitung des Instituts stiftet der Verein seit 2004 den Jacob-Burckhardt-Preis an Nachwuchswissenschaftler.

Die Vereinsmitglieder kommen in den Genuss zahlreicher Veranstaltungen: Die Verleihung des Jacob-Burckhardt-Preises erfolgt mit einem Festvortrag und einem Rahmenprogramm in Florenz. Am Standort München werden regelmäßig Vorträge mit namhaften Referenten zur italienischen Kunstgeschichte sowie die Mitgliederversammlungen veranstaltet. Ferner präsentieren die Florentiner Stipendiaten dort regelmäßig ihre Forschungsergebnisse.

  

Sollten Sie Interesse an einer Mitgliedschaft haben, finden Sie hier (PDF 72,2 KB) ein Anmeldeformular. Der Verein freut sich sehr, Sie als Mitglied begrüßen zu dürfen.

Der jährliche Mitgliedsbeitrag beträgt

für Studierende 15 Euro
für Einzelpersonen 50 Euro
für Ehepaare 65 Euro

Ferner besteht die Möglichkeit, Fördermitglied des Vereins zu werden. Durch eine Fördermitgliedschaft kann eine besondere Art der Unterstützung zum Ausdruck gebracht werden. Der jährliche Fördermitgliedssatz beträgt 500 Euro.

Alle Mitglieder erhalten als Jahresgabe die jährlich in mehreren Heften erscheinenden "Mitteilungen des Kunsthistorischen Institutes in Florenz" und die Forschungsberichte des Instituts.

 
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